Leadership & der Tag des Affen

Leadership

December 11, 2025

5 min

Subscribe to newsletter
Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu.
Erfolg! Vielen Dank für Ihre Anmeldung.
Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte prüfen Sie Ihre Angaben und versuchen Sie es erneut.

Der 14. Dezember ist der offizielle Tag des Affen. Ein Anlass, der auf den ersten Blick eher nach Zoologie als nach Leadership klingt. Doch bei genauerem Hinsehen steckt erstaunlich viel Führungskunst, Selbstreflexion und Klarheit in dieser tierischen Tradition.

Während der Tag des Affen ursprünglich dazu diente, auf bedrohte Primatenarten aufmerksam zu machen, hat er sich über die Jahre zu einem humorvollen Ereignis entwickelt, ein Moment, um mit einem Augenzwinkern auf unser menschliches Verhalten zu blicken.
Und genau da wird es für Führungskräfte spannend.

Der Affe auf der Schulter:
Wie eine alte Führungsmetapher bis heute wirkt

Die Metapher vom «Affen auf der Schulter» geht auf ein bekanntes Managementkonzept aus den 1970er-Jahren zurück. Damals beschrieben die Autoren William Oncken Jr. und Donald L. Wass in einem Harvard-Artikel die Beobachtung, dass Mitarbeitende ihre ungelösten Aufgaben , bildhaft «ihre Affen», gerne ihren Vorgesetzten «auf die Schulter setzen»:

  • Die Führungskraft wird zum unfreiwilligen Affenpfleger.
  • Die wirklich wichtigen Führungsaufgaben bleiben liegen.
  • Verantwortlichkeiten verschwimmen.
  • Führung verliert an Wirkung und Klarheit.

Über 50 Jahre später hat sich daran wenig geändert. Affen sind erstaunlich agile Tiere und Aufgaben, Erwartungen oder unausgesprochene Probleme bewegen sich ähnlich flink - oder setzen sich fest, werden getragen und gar oft sogar fleissig gefüttert (Wer kriegt die Banane?;).

Leadership bedeutet nicht, jede Herausforderung ungefragt zu schultern und selbst dafür Lösungen zu finden.Führungskompetenz bedeutet, die richtige Flughöhe zu wählen, die Zuständigkeiten zu prüfen, zu unterscheiden und delegieren zu können.

Welcher Affe gehört wirklich zu mir?
Und welcher klettert gerade ungebeten auf meine Schulter?

Warum diese Geschichte heute relevanter ist denn je

Der Führungsalltag ist komplexer geworden. Geschwindigkeit, Rollenvielfalt, hybride Arbeitsmodelle, stetige Veränderungen. Affen finden so leicht wie nie Gelegenheit, sich irgendwo festzukrallen.

Drei Gründe, weshalb die Metapher heute besonders hilfreich ist:

1. Verantwortung bewusst steuern

Führung heisst Klarheit in Rollen, Aufgaben und Verantworung - nicht Bravur im Übernehmen fremder Baustellen.
Der Affe erinnert daran, Verantwortung zu übernehmen oder bewusst zu übergeben.

2. Grenzen setzen als Führungsqualität

Klare Prioritäten zu setzen ist keine Schwäche, sondern eine Form professioneller Selbstführung. Wer jedes Thema übernimmt, verliert Fokus und Wirksamkeit.

3. Teamverantwortung stärken

Führung ist kein Reparaturbetrieb. Indem Führungskräfte Affen nicht unbewusst annehmen, sondern gemeinsam mit dem Team klären, stärken sie Selbstständigkeit, Verantwortung und Ownership.

Tag des Affen trifft Leadership:
ein Moment zum Schmunzeln und Reflektieren

Der Tag des Affen bietet eine willkommene Gelegenheit, diese Leadership-Metapher mit Leichtigkeit aufzugreifen. Ein Moment, um den Blick zu heben und zu fragen:

  • Welche Aufgaben habe ich übernommen, die andere lösen sollten?
  • Wo habe ich Erwartungen übernommen, die eigentlich nicht meine sind?
  • Und welcher Affe darf heute zurück ins Team oder in die Freiheit?

Humor ist ein wertvoller Begleiter in der Führungsentwicklung. Er schafft Distanz, Leichtigkeit und Offenheit für Veränderung. Und manchmal braucht es diese kleinen Impulse, um neue Klarheit zu schaffen.

Outvision geht tiefer – weil wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Wollen Sie auch in Zukunft die richtigen Führungskräfte an den entscheidenden Positionen haben?