Wie Energiekonzepte Deutschland Führung neu denkt
Use Case: Energiekonzepte Deutschland | EKD One Leadership Development Programm
Es gibt eine Frage, die in vielen Führungsetagen unausgesprochen bleibt, weil sie unbequem ist, weil es keine einfache Antwort gibt, oder weil man schlicht keine Zeit findet, sich ihr ehrlich zu stellen: Wie schaffen wir es, Leistung zu fordern und gleichzeitig menschlich zu führen?
Bei Energiekonzepte Deutschland (EKD) hat man sich entschieden, sich dieser Frage anzunehmen. Das Führungsteam hat sie ins Zentrum eines gemeinsamen Lernprozesses gestellt und damit etwas begonnen, das mehr ist als ein klassisches Leadership-Programm.
Das Führungsparadox: Warum Klarheit und Empathie sich scheinbar widersprechen
Führungskräfte kennen das Spannungsfeld. Auf der einen Seite ist der Druck, Ergebnisse zu liefern, klare Entscheidungen zu treffen, auf Kurs zu bleiben. Auf der anderen Seite der Wunsch, empathisch zu führen, zuzuhören, nicht den Menschen hinter der Rolle zu vergessen.
Dieses Spannungsfeld ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Reife. Und es lässt sich treffend in drei Achsen beschreiben, die das EKD-Führungsteam selbst formuliert hat:
Klarheit vs. Empathie. Menschen brauchen Orientierung. Orientierung ohne Mitgefühl erzeugt Distanz. Die Kunst liegt darin, so zu kommunizieren, dass sie Beziehungen stärkt und Leistung einfordert.
Druck vs. Vertrauen. Druck kann kurzfristige Ergebnisse erzwingen. Vertrauen schafft nachhaltige Energie. Wer Vertrauen spürt, übernimmt Verantwortung, nicht aus Angst, sondern aus Überzeugung.
Kontrolle vs. Selbstverantwortung. Führung bedeutet nicht, alles zu steuern. Es bedeutet, Räume zu schaffen, in denen Leistung Sinn stiftet, nicht aus Pflichterfüllung.
Diese drei Achsen sind kein theoretisches Konstrukt. Sie beschreiben die tägliche Realität von Führungskräften in wachstumsorientierten Unternehmen der Energiebranche.

EKD One:
Ein Programm,
das tiefer geht
EKD One hat ein Leadership Development Programm durchgeführt, welches das Führungsteam auf eine gemeinsame Lernreise schickt. Das Ziel: Führung neu denken. Persönlicher. Reflektierter. Wirkungsvoller.
Suchen – Finden – Stärken.
Jede Phase hat einen klaren Fokus. Und jede Phase baut auf der vorherigen auf.
Methodisch und menschlich.
Phase 1: Suchen
Diagnostik als Fundament
In der ersten Phase stand Selbsterkenntnis im Mittelpunkt. Durch Einzel- und Teamdiagnostiken wird sichtbar gemacht, was in Alltagsgesprächen meist verborgen bleibt: Welche Persönlichkeitseigenschaften prägen das individuelle Führungsverhalten? Wo liegen Potenziale und wo blinde Flecken? Wie funktioniert das Team als Ganzes, wo ergänzen sich die Menschen, und wo entstehen Reibungspunkte?
Wissenschaftlich fundierte People-Diagnostik steckt nicht in Schubladen. Sie liefert eine gemeinsame Basis und Sprache, die es Führungsteams erlauben, über das zu sprechen, was sonst unausgesprochen bleibt.
Die Forschung zeigt: Teams, die ein geteiltes Verständnis ihrer Dynamiken entwickeln, erzielen nachweislich bessere Ergebnisse. Edmondson (1999) belegte in ihrer vielzitierten Studie zur psychologischen Sicherheit, dass Teams, in denen sich Mitglieder sicher fühlen, offen zu sprechen, eine signifikant höhere Lernrate aufweisen und damit auch eine höhere Performance.
Phase 2: Finden
Ein gemeinsames Führungsverständnis entwickeln
In der zweiten Phase geht EKD One vom Individuum zum Kollektiv. Der Fokus liegt nun darauf, ein gemeinsames Führungsverständnis zu entwickeln: Was bedeutet Führung für uns als Team? Welche Werte tragen wir gemeinsam? Wie wollen wir miteinander und mit unseren Mitarbeitenden umgehen?
Diese Phase ist anspruchsvoll. Nicht wegen der Inhalte, sondern wegen der Haltung, die sie erfordert. Ehrlichkeit. Offenheit. Die Bereitschaft, das eigene Führungsverhalten zu hinterfragen, ohne in die Defensive zu gehen.
Genau das ist der Moment, in dem aus einer Gruppe von Führungskräften ein Führungsteam wird.
Was High Performance mit Herz bedeutet.
Und was es nicht bedeutet
Es lohnt sich, hier präzise zu sein. High Performance mit Herz bedeutet nicht, es allen recht zu machen. Es bedeutet nicht, auf Konfrontation zu verzichten oder unangenehme Entscheidungen aufzuschieben.
Es bedeutet: Leistung und Kultur als zwei Seiten derselben Medaille zu verstehen.
Leistung ohne Kultur ist kalt und kurzfristig. Sie erzeugt Ergebnisse, die nicht tragen. Kultur ohne Leistung ist warm, aber wirkungslos. Sie schafft Wohlbefinden ohne Wirkung und erzeugt Stillstand.
Erst wenn beides zusammenkommt, wenn ein Führungsteam sowohl Ergebnisse fordert als auch einen Raum schafft, in dem Menschen wachsen wollen, entsteht das, was wirklich nachhaltig ist: Organisationen, die performen und gleichzeitig Orte sind, an denen Menschen bleiben wollen.
Die McKinsey-Forschung zu Organizational Health Index (2023) unterstreicht das: Unternehmen im obersten Quartil der organisationalen Gesundheit erzielen langfristig eine bis zu dreimal höhere Aktionärsrendite als Unternehmen im untersten Quartil. Kultur ist kein Soft-Faktor. Sie ist ein Wettbewerbsvorteil.
Diagnostik als Startpunkt, nicht als Endpunkt
Ein entscheidender Aspekt von EKD One ist die Reihenfolge: Zuerst verstehen, dann handeln. Diagnostik steht am Anfang des Programms, nicht als Selbstzweck, sondern als Kompass.
Wer weiss, wie er selbst führt, kann gezielter wachsen. Wer versteht, wie das Team zusammenwirkt, kann die richtigen Strukturen schaffen. Und wer die Werte des Unternehmens nicht nur kennt, sondern lebt, schafft eine Kultur, die sich von selbst trägt.
Das ist der Unterschied zwischen einem Führungsprogramm, das Inhalte vermittelt, und einem, das Haltungen verändert.
Outvision begleitet Führungsteams genau an diesem Punkt: Dort, wo Daten auf Menschen treffen. Wo wissenschaftliche Präzision auf unternehmerische Realität trifft. Und wo aus Erkenntnissen echte Veränderung wird.
Was das für Ihr Führungsteam bedeutet
Die Frage, die EKD sich gestellt hat, ist keine unternehmensspezifische Frage. Sie ist die Frage, mit der fast jedes Führungsteam in wachsenden Organisationen konfrontiert ist.
Haben Sie ein klares, gemeinsames Führungsverständnis in Ihrem Team oder funktioniert jede*r nach eigener Logik?
Wissen Sie, wie Ihre Führungsteammitglieder unter Druck reagieren, wo ihre Stärken und wo blinde Flecken liegen?
Haben Sie die Feedbackkultur, die psychologische Sicherheit und die gemeinsamen Routinen, die Performance vorantreiben?
Zögerliche Antworten? Das ist kein Versagen. Es ist ein Ausgangspunkt.
Was Kultur aufbaut
Führungskultur entsteht nicht durch Memos, Werte-Poster oder jährliche Offsite-Veranstaltungen. Sie entsteht durch das, was Führungskräfte tun. Durch jedes Gespräch, jede Entscheidung, jede Reaktion in einem schwierigen Moment.
EKD One zeigt, dass es möglich ist, diesen Prozess zu gestalten. Bewusst, strukturiert und mit wissenschaftlicher Grundlage. Nicht als einmaliges Event, sondern als gemeinsame Lernreise, die das Führungsteam als Team stärkt.
Das ist der Ansatz, den wir bei Outvision teilen: Leadership identifizieren. Menschen entwickeln. Kultur gestalten.
© Headerbild: LinkedIn, Christian Arnold, EKD One
Wollen Sie auch mit Ihrem Führungsteam in die Tiefe gehen und Leistung und Menschlichkeit als das erleben, was sie sind: zwei Seiten derselben Medaille?
Dann gehen Sie mit uns in die Tiefe.


